Rentensystem und Alterung

Oft werde ich in Gesprächen von Älteren (60+) gefragt, ob denn die Renten sicher seien.

Die Antwort ist seit Norbert Blüm bekannt: „Die Renten sind sicher.“

Ich stelle die Frage sinnvollerweise anders: In welcher Höhe sind die Renten sicher? Das aus den eingezahlten Rentenbeiträgen irgendwann (ob nun mit 67 Jahren, 70 Jahren oder 73 Jahren) mal eine Rente kommt, halte ich für ziemlich sicher. Für mindestens genauso sicher halte ich es aber auch, dass diese Rente nicht reichen wird, um davon würdig leben zu können.

Deswegen also mein Tipp: Lasst euch ausrechnen, wie hoch eure Rente nach aktuellem Stand tatsächlich sein wird, unter Berücksichtigung der Inflation und auch Zeiten der Arbeitslosigkeit oder sehr langer Krankheit. Das sollte jeder gute Finanzberater schnell mit seinem Programm berechnen können, ein CFP sowieso.
Der Betrag, der da dann rauskommt, mag überraschen – den einen oder anderen positiv, die meisten eher negativ.

Wie eingangs erwähnt, kommt die Frage zur Sicherheit der Rente von Älteren. Worum fragt mich das eigentlich nur ganz, ganz selten mal jemand unter 25?

Altersarmut ist also nicht die zwangsläufige Folge aus der Alterspyramide und der demographischen Entwicklung. Ihr könnt aktiv etwas dagegen unternehmen:
– Spart monatlich gleich nach Gehaltseingang eine Summe x (als Idee: 5-10% eures Nettogehaltes)
– Wem das zu viel ist: egal, mit welcher Summe ihr starte, je früher ihr beginnt, desto besser (auch Kleinvieh macht Mist, und auch wenig Geld bringt Ertrag)
– Informiert euch (fragt bitte nicht in irgendeiner Facebook- oder Instagram-Gruppe, was der aktuell heißeste Tipp ist)
– Fragt euren Bankberater/Finanzberater oder auch mich
– Wichtig: derjenige sollte unabhängig sein!
– Nutzt staatliche Förderung

Aber das allerwichtigste: FANGT ENDLICH AN!!!

Euer Wohlstandsmentor
Klaus Zwingmann (CFP®-Professional)