Januar 21

Warum Frauen besonders von Altersarmut betroffen sind – und was sie tun können

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Siegburg, 30. September 2020 – Frauen werden schlechter bezahlt, haben nachwuchsbedingte Ausfallzeiten bei ihrem Einkommen und sind deshalb stärker von Altersarmut bedroht als Männer. Für sie ist es besonders wichtig, sich mit dem Thema Altersvorsorge frühzeitig auseinanderzusetzen.

Die Fakten und Daten sprechen für sich: Laut einer Untersuchung der Universitäten Mannheim und Tilburg im Auftrag von Fidelity International erhalten Frauen in Deutschland 26 Prozent weniger gesetzliche Rente als Männer. Gleichzeitig legen sie wegen höherer Erwerbsausfallzeiten und weil sie oft weniger verdienen als Männer im gleichen Beruf weniger auf die Seite. Das bestätigt eine Umfrage des Bankenverbandes: Während ein Drittel der Männer im Monat über 200 Euro spart, ist es bei Frauen nur ein Fünftel. „Kein Wunder, dass Frauen über 65 Jahre als stärker armutsgefährdet gelten als gleichaltrige Männer“, folgert Klaus Zwingmann aus Siegburg.

Dazu kommt, dass Frauen länger leben und zum Teil die Tendenz haben, sich beim Thema Altersvorsorge auf den Mann zu verlassen. Gerade Letzteres hat seine Tücken. „Die Praxis nämlich zeigt, dass viele Frauen unterschätzen, dass nach dem Tod des Ehepartners die Witwenrente bei meist gleich hohen Lebenshaltungskosten, wie zum Beispiel bei den Unterhaltskosten für die selbstgenutzte Immobilie, in der Regel nur bei 60 Prozent der ursprünglichen Bezüge liegen“, erläutert der der vom FPSB Deutschland zertifizierte CFP®-Professional.

Durch Unwissenheit kann es also schnell zu unangenehmen Überraschungen kommen. Dass das künftig mehr Frauen betreffen wird, skizziert eine Studie der Bertelsmann Stiftung: Demnach wird der Anteil der 67jährigen alleinstehenden Frauen, bei denen das Einkommen nicht zum Leben reicht und die von staatlichen Leistungen abhängig sind, von 16,2 Prozent in 2016 auf 27,8 Prozent in 2036 steigen. „Frauen sollten deshalb dringend handeln und sich so schnell wie möglich mit dem Thema der eigenen Altersvorsorge auseinandersetzen“, rät Zwingmann.

Positiv sei, dass der Anteil der Frauen, der sich bei Finanzfragen fit fühlt, genauso hoch ist wie beim anderen Geschlecht. „Sie haben damit die Grundvoraussetzung, um selbst und unabhängig von anderen Familienangehörigen ihre Altersvorsorge selbstständig aufzusetzen“, folgert der Experte. Jedoch sind Frauen im Durchschnitt weniger risikofreudig. Während 27 Prozent der Männer Aktien oder andere Wertpapiere besitzen, sind es bei Frauen nur 18 Prozent.

„Sichere Zinsanlagen sind im aktuellen Umfeld aber der falsche Weg, weil Anleger so reale Verluste machen, aber keine Rendite erzielen“, so der CFP®-Professional.

Im aktuellen Umfeld ist es für jeden Anleger und jede Anlegerin deshalb entscheidend, sich für Anlagen mit höherem Renditepotenzial wie Aktien zu öffnen. Hier könnten Frauen ihre geringere Risikoneigung dann sogar zugutekommen. „Während Männer eher zur Selbstüberschätzung neigen, ist eine risikoaverse und vorsichtige Vorgehensweise, die dazu auf den langfristigen Horizont ausgerichtet ist, eher von Erfolg gekrönt“, meint Zwingmann.

Ganz einfach ist es aber nicht, zu einer individuell passenden Altersvorsorge zu kommen. Zudem gilt es bei der Finanzplanung Aspekte wie das sonstige Vermögen, bestehende Versicherungen oder einschneidende Veränderungen im Leben wie Scheidung oder der Verlust des Arbeitsplatzes zu berücksichtigen. Aus diesem Grund sind professionelle Finanzplaner wie die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professionals gerade auch für Anlegerinnen geeignete Ansprechpartner, wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht, mit dem sie das Risiko der Altersarmut reduzieren oder sogar verhindern können.

 

 

 

Über den FPSB Deutschland e.V.

 

Das Financial Planning Standards Board Ltd. – FPSB ist ein globales Netzwerk mit derzeit 26 Mitgliedsländern und mehr als 180.000 Zertifikatsträgern. Das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) mit Sitz in Frankfurt/ Main gehört seit 1997 als Vollmitglied dieser Organisation an. Ziel ist es, den weltweiten Berufsstandard für Financial Planning zu verbreiten und das öffentliche Vertrauen in Financial Planner zu fördern.

Aufgabe des FPSB Deutschland ist die Zertifizierung von Finanz- und Nachfolgeplanern nach international einheitlich definierten Regeln zu Ausbildung, unabhängigen Prüfungen, Erfahrungsnachweisen und Ethik. Für die Verbraucher ist die Zertifizierung zum CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professional, zum CERTIFIED FOUNDATION AND ESTATE PLANNER-Professional und zum European Financial Advisor EFA® ein wichtiges Gütesiegel. Als Prüf- und Begutachtungsstelle für DIN CERTCO und Austrian Standards Plus hat der Verband zusätzlich 1.400 Personen seiner rund 1.800 Zertifikatsträger nach DIN ISO 22222 (Geprüfter Privater Finanzplaner) zertifiziert.

Der FPSB Deutschland hat den Anspruch, Standards zur Methodik der ganzheitlichen Finanzberatung zu setzen. Die Definitionen und Standards der Methodik sind Grundlage für deren Weiterentwicklung, Ausbildung und Regulierung. Um seine Ziele zu erreichen, arbeitet der FPSB Deutschland eng mit Regulierungs- und Aufsichtsbehörden, Wissenschaft und Forschung, Verbraucherschützern sowie Presse und interessierter Öffentlichkeit zusammen.

Ein wichtiges Anliegen des FPSB ist außerdem die Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung. Zu diesem Zweck hat der FPSB Deutschland einen Verbraucher-Blog lanciert, der neutral, anbieterunabhängig und werbefrei über alle relevanten finanziellen Themen informiert. Unter www.frueher-planen.de können sich Verbraucher regelmäßig über die Themen Vermögensaufbau und Altersvorsorge informieren, aufgeteilt in sechs verschiedene Lebensphasen.

Weitere Informationen zum FPSB Deutschland erhalten Sie unter: www.fpsb.de und unter: www.frueher-planen.de können Sie sich in alle Themen rund um das Thema Finanzplanung einlesen.

 

Kontakt:

Klaus Zwingmann

Geschäftsführer

Betriebswirt (VWA), Finanzfachwirt (FH), Certified Financial Planner (CFP®)

Roonstraße 36a

53721 Siegburg

Telefon           02241 1451244

www.z-finanz.de

 


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